IBA Stadtumbau 2010

Einladung

Stadt(T)räume in Halberstadt

Dritte Aktion auf dem „Trainingspfad des Sehens“ // Dienstag, 15. Juli 2008

Unter dem Motto „Stadt(T)räume“ findet am 15. Juli 2008, um 19.30 Uhr, mit einer Ausstellungseröffnung und einem Filmpicknick in Halberstadt die 3. Aktion auf dem „Trainingspfad des Sehens“ statt. Damit wird der Trainingspfad im Rahmen der IBA Stadtumbau 2010 gleichzeitig um eine Station erweitert.

Veranstaltungsort ist der Heinrich-Heine-Platz am Rand der Innen­stadt, ein symptomatischer Ort für die wechselvolle bauliche Entwicklung Halberstadts seit 1875 – Raum für die Entwicklung zahlreicher Utopien. Nach dem Zweiten Krieg war das Gründerzeitviertel um den Heinrich-Heine-Platz völlig verschwunden, doch der Raum beflügelte weiterhin die Phantasien der Planer.

„Stadt(T)räume“ gibt Ihnen die Möglichkeit, durch Freilegen von Schichten und Geschichten den Platz besser „lesen“ zu können. Viele der Gebäude um den Heinrich-Heine-Platz sind Fragmente von Visionen, die einander im Laufe der Zeit überholt haben. Sie können eine Auswahl daraus mit dem tatsächlich Gebauten, aber auch mit ihren eigenen Vorstellungen von einer „Stadt der Zukunft“ vergleichen.

Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung findet auf dem Platz ein Filmpicknick statt. Gezeigt werden Filme zum Thema Mensch in der modernen Welt; Beitrag aus DDR-Wochenschau, 1975: „Der Augenzeuge“, Das Thema: Bauen und Wohnen; „Playtime“, Jacques Tati, 1967; 1000 Jahre Markt, Münz und Zollrecht in Halberstadt, 1989

Termine:
Ausstellungseröffnung und Filmpicknick: Di., 15. Juli 2008, 19:30 Uhr
Finissage: Do., 29. Oktober 2008, 16.00 Uhr

Ort:
Ehemaliges Einrichtungshaus, Heinrich-Heine-Platz, 38820 Halberstadt

Akteure:
Eine Aktion der Stadt Halberstadt in Kooperation mit der IBA-Büro GbR. Kurator der Ausstellung „Stadt(T)räume“ ist Dr. Martin Peschken, Berlin. Die Gestaltung der Ausstellung erfolgte durch das Büro chezweitz&roseapple, Berlin.

Weitere Informationen unter: www.iba-stadtumbau.de oder www.halberstadt.de

Anhang

Informationen zu Halberstadts IBA-Thema und zum „Trainingspfad des Sehens“

Halberstadt, das auf eine mehr als 1200-jährige Geschichte zurückblickt, hat durch die Zerstörungen des letzten Weltkriegs sein historisches Zentrum zu weiten Teilen verloren. Leere Räume und große Achsen sowie untypische Dichte prägen das Stadtbild. Die Leerstellen können angesichts der rückläufigen Bevölkerungsentwicklung auf absehbare Zeit nicht bebaut werden. Im Rahmen der IBA Stadtumbau 2010 widmet sich Halberstadt unter dem Titel „Kultivierung der Leere“ deshalb sowohl inhaltlich als auch gestalterisch dem offensiven Umgang mit der physischen Leere. Dabei versteht sie Freiflächen als eine Möglichkeit, neue urbane Qualitäten zu schaffen. Künstlerische Interventionen sollen die Bürger anregen, sich mit leeren Orten positiv auseinanderzusetzen.

Mit dem „Trainingspfad des Sehens“ bietet Halberstadt den Bürgern eine künstlerische Plattform zur Betrachtung und Wahrnehmung von Leere an. In Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und den Bürgern werden an neun Orten Projekte entwickelt, die die spezifischen Situationen von Leere markieren und inszenieren.

Die Ausstellung „Stadt(T)räume“ am Heinrich-Heine-Platz ist die dritte Aktion auf dem Trainingspfad. Als erste künstlerische Aktion fand im Frühjahr 2007 das „Vorlesepicknick“ am Abtshof statt. Ziel war es, den brachliegenden Abtshof wieder als städtischen Ort ins Bewusstsein der Bürger zu rücken und ihn für eine neue Gestaltung vorzubereiten. Im Herbst 2007 waren die Halberstädter zur Einweihung der Installation „Sehbrücke“ an den Domhang eingeladen. Noch in diesem Jahr wird als vierte Aktion eine Klanginstallation auf dem Domplatz zur „erhabenen Leere“ folgen. Auf dem Höhepunkt des Trainingspfads des Sehens“ im Jahr 2010 wird hier die Ausstellung „Ästhetik der Leere“ im ehemaligen Hallenbad zu sehen sein. Die Stadt Halberstadt, das IBA-Büro und das Büro chezweitz & roseapple entwickelten gemeinsam das Konzept für den „Trainingspfad des Sehens“.

Informationen zur IBA Stadtumbau 2010

Die IBA Stadtumbau 2010 wurde im Jahr 2002 ins Leben gerufen. Das Land Sachsen-Anhalt beauftragte die Stiftung Bauhaus Dessau und die SALEG Sachsen-Anhaltinische Landesentwicklungsgesellschaft mbH mit ihrer Vorbereitung und Durchführung, um sich beispielhaft mit den Problemen und Chancen schrumpfender Städte auseinanderzusetzen.

Dabei versteht sich die IBA als ein Labor, in dem unter den Bedingungen des demografi­schen Wandels verschiedene „Werkzeuge“ des Stadtumbaus exemplarisch erprobt und an­gewendet werden. Ziel ist es, modellhafte Projekte zu entwickeln, die Zeichen setzen für die internationale Stadtforschung und -gestaltung. Die 19 beteiligten Städte in Sachsen-Anhalt haben sich spezifische Themen zu ihrer Profilierung gewählt. Voraussetzung für die Mitwirkung an der IBA ist, dass die beteiligte Stadt sich ein ganz spezifisches Profil erarbeitet, das auf die Stär­kung und Nutzung ihrer wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Potenziale setzt und als Leitlinie der baulich-räumlichen Entwicklung dienen kann. Gleichzeitig soll das Thema für den Gesamtprozess relevant und in seinen Ergebnissen auf andere Städte übertragbar sein.
Impressum:   IBA-Büro GbR
Gropiusallee 38
06846 Dessau-Roßlau
  Tel.: (0340) 6508-207   www.iba-stadtumbau.de
Fax: (0340) 6508-470
E-Mail:  info@iba-stadtumbau.de

Geschäftsführer: Prof. Dr. Omar Akbar, Rüdiger Schulz
Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 10 Absatz 3 MDStV: Maren Franzke

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