Fakten Köthen (Anhalt)

Ausgewählte Kennzahlen

Stadtübergreifende Fakten zur Bevölkerungsentwicklung sowie zum Arbeits- und Wohnungsmarkt finden Sie unter "Idee und Konzept".

Bevölkerungsentwicklung

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Bevölkerungsentwicklung Köthen (Anhalt)

Bereits in den letzten Jahren der DDR zeichnete sich in Köthen der Rückgang der Bevölkerung ab: 35.210 Menschen lebten hier 1985; zehn Jahre später – trotz Eingemeindungen – etwa 2.000 weniger. Die größte Einwohnerzahl hatte Köthen mit 40.562 im Jahr 1950. Im Stadtentwicklungskonzept aus dem Jahr 2006 wurde für 2010 eine Einwohnerzahl von 27.930 prognostiziert. Zurzeit wohnen etwa 27.000 Menschen im Stadtgebiet. Doch auch wenn die Geburtenraten im Vergleich zu den Nachwendejahren wieder deutlich steigen, wird die Einwohnerschaft Köthens zunehmend älter.

Gemeindegrenzen

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Durch die starke Suburbanisierung seit Beginn der 1990er-Jahre haben die Städte in erheblichem Maße Einwohner und Steuereinnahmen an die Gemeinden im Umland verloren. Um diese Verluste abzuschwächen wurden die Stadtflächen durch schrittweise Eingemeindungen zum Teil erheblich vergrößert.

Der farbig ausgefüllte Bereich stellt die Ausdehnung der Stadt im Jahr 1990 dar; die äußere Linie steht für die Grenze der Stadt 2010.

Wohnungsmarkt

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Beim Blick auf Köthens Zentrum erscheint es kaum vorstellbar, dass die Innenstadt Ende der 1980er-Jahre in großen Teilen verfallen und der Abriss bereits beschlossene Sache war. Die ersten Häuser fielen in der Kleinen Wallstraße und der Ritterstraße, bis schließlich 1991 Teile der Innenstadt zum Sanierungsgebiet erklärt wurden.
Parallel wurde aber auch immer noch in die Sanierung der Plattenbauten am Rande der Stadt investiert, obwohl sich der Rückgang der Bevölkerung bereits abzeichnete.

Wohnungssituation in Köthen (Stand 2/2010):

Wohnungsbestand: 16.000
Wohnungsleerstand: 2.000
Leerstandsquote: 12,5 %
Wohnungsabriss seit 2001/02: 900

(Datengrundlage IfS-Stadtumbaumonitoring für das Jahr 2008, Stand 02/2010, evtl. abweichender Gebietsstand)

Unternehmen

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Nachdem die einstige Hochburg des Kran- und Förderanlagenbaus durch die Abwicklung der Großbetriebe Tausende Arbeitsplätze für qualifizierte Facharbeiter verloren hatte, verließen vor allem junge Familien die Stadt. Die Grafik veranschaulicht die Veränderungen in den Betriebsstrukturen: Große Industriekombinate mussten schließen und selbst dort, wo kleinere Nachfolgebetriebe bis heute produzieren, ist für oft deutlich gesteigerte Produktionszahlen nur noch ein Bruchteil der zuvor dort Beschäftigten notwendig. Mit stark verringerten Mitarbeiterzahlen blieben nur wenige Traditionsunternehmen: etwa die Kranbau Köthen GmbH, die VKK Standardkessel Köthen GmbH und die LACUFA GmbH (Lacke und Farben Köthen).
Neben der Stadt sind die Hochschule Anhalt (FH) und das Krankenhaus die größten Arbeitgeber. Nachteilig wirkt sich die fehlende Anbindung zur Autobahn aus, sodass sich wirtschaftliche Neuansiedlungen auf das Kleingewerbe und den Dienstleistungssektor konzentrieren.

Mittlerweile setzt Köthen auf die Entwicklung seiner Potenziale, die sich aus seiner reichen Historie ergeben. Johann Sebastian Bach und die Homöopathie sind die Leitlinien der kulturellen, touristischen und wirtschaftlichen Entwicklung.

Umzüge und Pendler

Bildschirmfoto Pendler und Umzüge

Zwischen 1993 und 1998 haben die ehemaligen ostdeutschen Städte bis zu 10 Prozent ihrer Bevölkerung an ihr direktes Umland verloren. Diese Suburbanisierung betraf in den 1990er-Jahren alle IBA-Städte. Gleichzeitig fand eine Abwanderung nach Westdeutschland statt, von der insbesondere die ehemaligen Industriezentren betroffen waren. Erst seit kurzem verzeichnen die Großstädte wieder kleine Wanderungsgewinne, vor allem durch Zuzüge aus Sachsen-Anhalt. Das besser ausgebaute Verkehrsnetz ermöglicht inzwischen immer längere Arbeitswege und die Anzahl der Berufspendler steigt.

Das interaktive Werkzeug "Umziehen und Pendeln" veranschaulicht diesen Themenkomplex für alle IBA-Städte.
Grafiken und Karten zeigen hier für Köthen (Anhalt) und die anderen Städte die Bewegung von Umzügen und Berufspendlern im Vergleich verschiedener Jahre. Das Programm ist übersichtlich und leicht zu bedienen ­- intuitiv und interaktiv. Zum Starten klicken Sie einfach auf das Vorschaubild.

Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL), Leipzig 2010
Daten: Günter Herfert, Darstellung/ Programmierung: Sebastian Specht

Quellen für die statistischen Angaben auf dieser Doppelseite: Raumbeobachtungssystem Sachsen-Anhalt (RABE); Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt; Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt; Stadtentwicklungskonzept Köthen 2006; Statistik der DDR von 1989; www.iba-monitor.

Info: Köthen (Anhalt)